Um es relativ einfach zu erklären: An jeder Universität oder College ist es in Amerika ein rieeeesen Ding. Ich kann am Beispiel von Concord University Homecoming mal erklären. Unsere Homecoming Woche war vom 4. – 10. Oktober. Aufgrund von Covid sind die Feierlichkeiten jedoch etwas eingeschränkter und nicht so gut besucht gewesen wie die Jahre zuvor.

Die wichtigsten Komponenten sind das Football-Spiel, die Parade und die Wahl der Homecoming Royalty. Zum Footballspiel sind alle ehemaligen Studenten und Eltern eingeladen und es wird ausgelassen gefeiert.

Die Nominierung

Aber fangen wir mit der richtigen Reihenfolge an.
Noch bevor überhaupt die ganzen Festlichkeiten stattfinden, schließen sich Studentenverbingungen und Clubs (wie z.B. der International Students Club) zusammen und nominieren ihre Homecoming Royalty. Das sind zwei Studenten, die für die Clubs bzw. Teams antreten. Diese werden dann nach dem Football Spiel offiziell auf dem Spielfeld gekrönt. Das kann man sich eigentlich wie in den ganzen Highschool-Filmen vorstellen, nur das es nicht unbedingt Zac Efron mit einer Blondine ist, im Endeffekt ist es aber ein Beliebtheitswettbewerb. Der Interantional Students Club hat sich dafür dieses Jahr mit der weiblichen Studentenverbindung Alpha Zeda zusammen getan.

Die Plakate

Erster Teil ist, ein Plakat oder einen Aufsteller passend zum diesjährigen Thema zu erstellen. Dieses Jahr war es „Videospiele“. Der International Students Club hat sich für Plants vs. Zombies entschieden. Neben dem Plakat wird sich dann eine Woche auf dem Campus an einen Tisch gesetzt und vorbeilaufenden Studenten erklärt, warum man denn vom jeweiligen Team das Homecoming-Pärchen wählen soll. Da ich ja ebenfalls ein Interational Student bin, habe ich bei der Planung von unserem Teil von der Parade und den Festlichkeiten meine Hilfe dreimal angeboten, aber als ich dann immernoch nicht nach meiner Expertise gefragt wurde, habe ich es dann sein gelassen (obwohl ich sehr gerne mitgeholfen hätte).

Die Parade

Üblicherweise ist die Parade unter der Woche. Ich habe das Glück, das meine Professorin sogar extra Punkte, die auf den nächsten Test gezählt werden, angeboten hat, wenn man an der Parade teilnimmt. Obwohl ich in jedem Kurs auf einem A stehe, und mir die Punkte eigentlich egal hätten sein können, bin ich trotzdem mitgelaufen. Die Parade wurde sogar ins Fernsehen übertragen. Mitgelaufen sind aber nicht nur das Sociology Department, sondern auch die Athleten, Ceerleader, die Marchin‘ Band, die örtliche High School und ein paar Clubs und Vereine aus Athens.

Für die Parade habe ich mich ebeit erklärt, das Banner für das Criminology Program zu halten und voran zu laufen.

Die Parade ging einmal über das Schulgelände, machte durch Athens eine Kurve und ging dann wieder zurück.

Das Football Spiel

Zu unserem Pech hat es während fast des ganzen Spiels wie aus Eimern geschüttet. Dementsprechend nicht-fantastisch hat unsere Mannschaft auch gespielt. Aber das hat die Stimmung eigentlich nur wenig gedrückt. Als dann die ganzen Studenten der Clubs und Verbindungen auf das Feld gerufen wurden, um zu erfahren, wer das Online-Voting zur Homecoming Royalty gewonnen hat, war die Stimmung angespannt. Gewonnen hat der International Students Club diesmal leider nicht. Aber es war trotzdem ein beeindruckendes Gefühl, mal auf dem Football Feld zu stehen. Man fühlt sich vor der riesen Tribühne dann doch etwas klein. Nach dem Spiel war das Wetter wieder einigermaßen in Ordnung und es wurde im Tailgate (= Camps bzw. Stände vor dem Football Feld wo gegrillt und gefeiert wird) einfach weiter gefeiert. Dort war auch Miss West Virginia, die dann gleich mit einer der beiden Homecoming Queens (jap, es war ein weibliches Pärchen) posiert hat. Die Mutter hat derweil in einem der Zelte einen Handstand auf einem Bierfass gemacht und getrichtert (ja, das geht!).

Insgesamt war Homecoming schon eine lustige Erfahrung. Als nächstes geht es mal raus aus West Virginia und rein in die City! Wie, Warum und Wohin? Das kann man dann im nächsten Blogeintrag lesen! 🙂

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