#11 Bye Bye Collegezeit

#11 Bye Bye Collegezeit

Gefühlt bin ich gerade erst in den USA angekommen und nun ist das Herbstsemester an der Georgia State University auch schon wieder vorbei. Vier Monate lang bin ich jeden Morgen eine gefühlte Ewigkeit (ca. 1h) nach Clarkston zum Campus gefahren und habe meine Kurse belegt. Montags und mittwochs Media, Culture and Society und Ethics und dienstags und donnerstags Piano, Communication und Business. Dazwischen war ich im Gym oder in der Bibliothek, um an meinen Aufsätzen zu arbeiten. Am Wochenende musste ich meistens auch noch Assignments abgeben und bis Sonntag musste ich meine wöchentlichen Videoaufnahmen und Prüfungen für den Klavierkurs online einreichen – zum Schluss war der Schwierigkeitsgrad so hoch, dass ein oder zwei Stunden tägliches üben und aufnehmen nicht mehr reichten. Aber der Aufwand hat sich gelohnt, sodass ich mit einer „A“ abschließen konnte.

Die anderen Kurse waren alle wirklich machbar, die Prüfungen waren relativ einfach, das Niveau im Vergleich zu Deutschen Schulen und Unis niedrig. Teilweise wurde im Study Guide genau vorgegeben auf was man sich vorbereiten muss, in Communications haben wir die Antworten teilweise vorher sogar besprochen! Wenn man dann noch alle wöchentlichen Assignments rechtzeitig eingereicht hat, kann man eigentlich nur bestehen. Was ich schnell bemerkt habe ist, dass ich kein philosophisches Verständnis habe – 30 Seiten Marx, Strawson oder Sartre, da hat auch die deutsche Version nicht zum Verständnis beigetragen. Dazu sollten dann jede Woche verschiedene Fragen beantwortet und kurze Analysen geschrieben werden.

Zum Abschluss gab es pro Kurs eine finale Prüfung, in Communications musste ich eine Rede, und in Medien einen Vortrag halten. Was mir an amerikanischen Colleges wirklich gut gefällt, dass es viele Angebote und Aktivitäten für Studenten gibt, Aufgaben und Prüfungen online stattfinden und die Digitalisierung sehr fortgeschritten ist.

Insgesamt bin ich mit meiner Collegezeit relativ zufrieden, auch wenn ich kein typisches on-campus Leben hatte.


Abgesehen vom College habe ich meinen Alltag mit meiner Gastfamilie verbracht und damit, meinen County und dessen Parks zu erkunden und meine Volunteering Stunden zu sammeln.

Für meine Freiwilligenarbeit gehe ich zum lokalen PetSmart in den Catroom, wo die Organisation PlannedPEThood Katzen zur Adoption vermittelt. Neben Aufgaben wie füttern und Käfige reinigen kann ich auch mit den Katzen spielen und kuscheln – eine bessere Aufgabe hätte es für mich nicht geben können.

Außerdem helfe ich beim John’s Creek Symphony Orchestra und begrüße die Gäste und scanne Tickets auf den Konzerten. Das ist auch eine wirklich schöne Art Freiwilligenstunden zu sammeln, denn ich darf mir natürlich dafür die Konzerte anschauen.

Ansonsten habe ich bisher noch bei einem Creek Clean Up geholfen und zwei Tage lang bei den Abschlussfeiern der Bachelor und Masterabsolventen gearbeitet.

Mittlerweile ist die erste Hälfte meines Auslandsjahres also schon vorbei und ich muss mich auf einen neuen Alltag einstellen.

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