#9 Welcome to Miami!

#9 Welcome to Miami!

Ende Oktober hieß es für mich und einen Haufen anderer PPP’ler ab nach Miami! Am Donnerstag hatte ich noch zwei Präsenzkurse und musste danach zuhause noch schnell eine Onlineprüfung für meinen Businesskurs schreiben. Danach wurde ich von meinen Hosts zum Flughafen gebracht. Von Atlanta sind es nur 1,45 h Flugzeit bis nach Fort Lauderdale (also fast so lange wie durch den täglichen Stau nach Atlanta), sodass ich Abends noch genug Zeit hatte unser AirBnB und den Pool zu erkunden.

Tag 1

Trotz schlechter Wettervorhersagen machte ich mich mit einem Teil der Gruppe auf nach Downtown Miami. Es war wahnsinnig schwül und wir hatten auch noch keinen richtigen Plan, wie wir den Tag verbringen wollten. Nach einem Spaziergang entlang des River Walks am Key Biscayne, wollten wir uns E-Scooter mieten. Wir hatten auch wirklich Spaß – also die ganzen 5 Minuten, die wir sie denn nutzen konnten, denn wir wollten damit ganz entspannt nach Little Havana fahren aber little did we know, dass wir mit den Scootern Downtown gar nicht verlassen können. Sie machten unerträgliche Piepgeräusche und fuhren im Sperrgebiet nicht weiter. Die Alternative war dann Citybikes zu mieten. Fast am Zielort angekommen, verfolgte uns diese riesige Regenwolke, die Wolkenkratzer waren schon gar nicht mehr zu sehen und bevor wir uns unterstellen konnten, waren wir komplett nass. Auf der Suche zur richtigen Fahrradstation haben wir uns noch ein paar mal verfahren, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zur Calle Ocho machten. Vom Hunger getrübt und kurz vorm Aufgeben, weil nichts in der Umgebung fanden, dass nach dem was wir suchten aussah, fanden wir sie, die 8. Straße, das Zentrum des Cubanischen Viertels. Endlich essen, wieder regen und der Versuch zum Air BnB nach Hollywood zu kommen. Immernoch oder schon wieder Klatschnass ging es mit dem Bus, der überklimatisierten Bahn und dann noch eine Strecke mit dem Uber nach Hause. Abends hieß es: Poolparty und die anderen Teilnehmer besser kennenlernen.

Tag 2

Nach langen Überlegungen nach Key West zu fahren oder doch „nur“ nach Key Largo und Problemen beim Mietwagen abholen war es mittlerweile schon fast Mittag, so dass uns die Entscheidung quasi abgenommen wurde. Denn mehr als 4 Stunden Fahrt bis an den südlichsten Punkt der USA hätte sich an diesem Tag nicht mehr gelohnt. Im nur 1,5 h entfernten Key Largo haben wir uns einen schönen Strandplatz im John Pennekamp Coral Reef State Park gesucht. Zum Abendessen konnten wir dann den wohl schönsten Sonnenuntergang Floridas genießen. Zurück in Miami haben wir noch einen Halt am South Beach gemacht. Da es mittlerweile dunkel war, hatten wir fast den ganzen Strand für uns allein, rannten gemeinsam ins Wasser und beobachteten die Skyline, die entlang des Strands verläuft. Es war ein wunderbarer Moment mit ganz tollen Menschen. Auf dem Rückweg zum AirBnB hatten wir noch einen Schreckmoment. Uns überholte auf dem Interstate ein Truck mit Anhänger von rechts, mit Palmenblättern und einer Mülltonne oben drauf beladen. Wir machten uns mal wieder über die Inkompetenz der Amis in Sachen Sicherheit lustig, mittlerweile haben wir ja schon alles mögliche an verrückten Dingen gesehen. Zehn Minuten später, als wir schon gar nicht mehr daran dachten, scherte ein Auto vor uns aus und plötzlich war dort eine Mülltonne, naja genauer gesagt DIE Mülltonne direkt vor uns auf unserer Spur. Nachdem wir beim Ausweichen fast noch das Auto links neben uns erwischt haben, haben wir die Tonne trotzdem voll mitgenommen und mehrere Meter weiter gestoßen. Es gab keine Möglichkeit dort anzuhalten oder sonst irgendwas zu tun. Paulina hat super reagiert und uns alle heile nach Hause gebracht – auf dem restlichen Weg hofften wir einfach das Beste und dass der Schaden so gering wie möglich ist, denn wir wussten, dass wir in dem Mietwagen nicht versichert sind – das ist leider üblicherweise nicht mit enthalten. Wir sprangen also alle aus dem Auto und rechneten mit dem schlimmsten, doch – nach kurzer Inspektion des Autos und einem Vergleich mit dem Foto vom Morgen durften wir feststellen, dass der Zusammenstoß keinen Schaden am Auto hinterlassen hat. Glück gehabt!

Tag 3

Am vorletzten Tag haben wir uns entschieden, den Strand in der Nähe unseres Hauses anzuschauen, bevor wir uns auf dem Weg zum Footballspiel gemacht haben. Es war wirklich schön dort und das Wetter hat auch endlich mitgespielt, naja gut, es war sehr heiß und extrem schwül. Nach ewiger Parkplatzsuche und Stress bei der Sicherheitskontrolle konnten wir nun endlich das Spiel der Miami Dolphins gegen die Atlanta Falcons genießen. Nein, ich habe immer noch keine Ahnung vom Football und nein, ich werde es wohl auch nie verstehen. Aber die meiste Zeit passiert ja eh nicht viel 😉 Eine Ewigkeit und ein paar „fast“ Crashes später, haben wir es dann auch wieder nach Miami Beach geschafft. 20$ für eine Stunde parken und den Sonnenuntergang haben wir trotzdem verpasst. Aber was solls, das Wasser war warm und Stimmung gut also ging es noch eine Runde schwimmen (bis eine kleine Panik ausbrach, weil plötzlich Hunderte von Fischen auftauchten und aus dem Wasser sprangen). Danach haben wir den Abend wieder im Pool verbracht und einfach eine gute Zeit gehabt.

Tag 4

Da wir um 10 auschecken mussten (und vorher noch das Chaos von fast 20 Leuten beseitigen), nahmen wir ein Uber zum AirBnB der anderen PPP’ler, wo wir unsere Sachen lassen konnten. Der Strand war nicht weit entfernt und der Abschnitt war auch wunderschön. Palmen, feiner Sand, hellblaues Wasser, alles was man braucht. Weil es eigentlich ziemlich bewölkt war und die Flasche mit Sonnenschutz schon ihren Platz im Koffer gefunden hat, habe ich mich also nicht eingecremt. Im Nachhinein natürlich voll abzusehen, dass es schiefgehen würde aber was solls, so habe ich (und viele andere) noch eine bleibende Erinnerung für die nächsten Wochen! Am späten Nachmittag ging mein Flieger dann von Fort Lauderdale Richtung Atlanta. Dort wurde ich wieder von meinem Hostdad abgeholt.

Hatte ich eine gute Zeit? Ja! Würde ich es wieder machen? Definitiv ja, ich hoffe es wird nicht mein Einziger Besuch in Miami bleiben. Besonders die Zeit mit PPP’lern zu verbringen und zu erleben, wie aus Gesichtern der Zoom-Meetings Freunde werden, ist eine tolle Erfahrung und der nächste Trip ist schon in Planung!

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