Vor gut einer Woche war es endlich soweit. Es ging wandern.
Wandern ist eins der Dinge, die man in Montana ohne Ende machen kann.
Wir packten also das Nötigste ein und dann hieß es für mich und einen Teil meiner Hostfamilie ab ins Auto Richtung Red Lodge, MT. Red Lodge ist eine Stadt wie aus einem Wild-West Roman. Die Hauptstraße ist gesäumt von meist zweistöckigen Häusern mit kleinen Geschäften. Es hätte nur noch gefehlt, dass ein Cowboy über die Straße reitet. Dann hätte ich mich ernsthaft gefragt, ob ich mich am Set einer Karl May Romanverfilmung befinde.
Bevor es für uns weiter auf dem Bearfoot Highway ging, stärkten wir uns aber erst einmal mit unglaublich leckeren Tacos bei Mas Taco. Eine Empfehlung für jeden, der eine große Wanderung vor sich hat oder einfach nur leckere Tacos genießen will.
Gut gestärkt ging es dann auf dem Bearfoot Highway weiter bis zum Rock Creek Vista Point. Da es an diesem Freitagvormittag leicht nieselte, war der Ausblick zunächst eher weniger beeindruckend. Doch glücklicherweise lichtete sich die Wolkendecke etwas. Während wir also darauf warteten, dass sich endlich ein paar Sonnenstrahlen blicken ließen, machten wir Bekanntschaft mit ein paar sehr zutraulichen Streifenhörnchen, die gern Sonnenblumenkerne und Cranberries aus unseren Händen aßen.
Nachdem wir uns an dem atemberaubenden Ausblick satt gesehen hatten, ging es weiter Richtung Gipfel. Obwohl es in den vergangenen Tagen im Tal gute 36°C waren, lag dort oben noch (oder wieder?) Schnee. Das nutzten meine Gastgeschwister und ich natürlich sofort um eine kleine Schneeballschlacht zu veranstalten.
Erschöpft ging es es dann mit einigen Umwegen über „The Top of the World“ (klingt beeindruckender als es ist) und Cody, WY durch die Prärie nach Hause.
Da der Hunger dann aber doch zu groß wurde, machten wir an der Buckeye Bar halt. Die Buckeye Bar ist eine typische Smalltown Bar in der Country Musik ununterbrochen läuft und bei der man bei der Frage nach einer vegetarischen Alternative auf de Speisekarte angeschaut wird, als ob man zwei Köpfe hätte. Denn war es eine Erfahrung wert. Schließlich weiß ich nun wie eine „Smalltown Friday Night“ aussieht.















