#3 The windy city

Hier bin ich wieder. Nach ein paar ereignisreichen Wochen melde ich mich einmal wieder aus Übersee. Auch wenn es schon ein bisschen her ist, möchte ich euch an meinem ersten Trip teilhaben lassen: CHICAGO.

Meine Saint Louis Crew und ich haben das verlängerte Labourday-Wochenende (Labourday: Tag der Arbeit in den USA) genutzt und uns mit dem Zug auf den Weg in „The windy city“ gemacht. Schon allein die Zugfahrt war eine Erfahrung wert. Ich habe mich gefühlt, als würde ich in der ersten Klasse eines Deutschen ICEs sitzen. Von so viel Platz kann man in der Holzklasse in Deutschland nur träumen. Ebenso die Sitze ließen sich in alle Richtungen verstellen. Ist man „Celina-groß“ kann man sich in alle Himmelsrichtungen ausstrecken und berührt nicht mal etwas ;).

Ein kleiner Nachteil an der ganzen Sache ist, dass es eine sehr holprige Angelegenheit ist. Während der Fahrt versuchte ich meine Programming Hausaufgabe zu erledigen, dies stellte sich jedoch als schwieriger als gedacht heraus. Wenn ich nicht gerade Angst hatte, dass mein Laptop abhebt und fliegen lernt, hatte ich Probleme die richtigen Tasten zu erwischen. Aber alles in allem war die Zugfahrt gar nicht übel, vor allem hatten wir keine Verspätung =).

Beim Verlassen des Bahnhofes, hatte ich einen atemberaubenden Moment. Da es schon 9:00pm war, strahlten die Hochhäuser auf uns herab und ich kam mir noch kleiner vor als ich sowieso schon bin. Mit einem Uber (Taxis die Privatpersonen fahren) machten wir uns auf den Weg ins Hostel. Dort begegneten wir erstmal zwei deutschen Studentinnen, die ebenfalls in St. Louis studieren – die Welt ist so klein. Nach dem Check-In genossen wir ein paar Stunden Schlaf in unserem Quietsche-Stockbett, bevor wir uns um 8:00am zum Frühstück aufmachten.

Am ersten Tag stand der John Hancock Tower auf unserer Bucketlist. Mit der S-Bahn machten wir uns auf den Weg dorthin. Nach 94 Stockwerken und 1000 feet standen wir oben ganz oben und hatten eine atemberaubende 360 Grad Aussicht über ganz Chicago. Nach einem langen Fotoshooting in 350m ging es weiter zur Cheesecake-Factory. Dort gibt es KEIN STÜCK KUCHEN, das unter 1050 Kilokalorien hat. Da ich nach ein paar Gabeln bereits satt war, habe ich für mein Frühstück am nächsten Morgen bereits vorgesorgt.

Mit einem vollen Magen und einem Zuckerschock ging es weiter in Richtung Zentrum. Dort konnten wir uns vor neuen Impressionen kaum retten. So viele Skyskraper habe ich in meinem Leben noch nie gesehen und einer schöner als der andere. Im Millienumpark angekommen konnten wir die „Bean“ betrachten, was eine riesengroße Bohne aus Spiegeln ist.

Nach einem Wetterumschwung und einem TJ-Maxx Besuch, machten wir uns auf die Suche nach dem Anfangsschild der Route 66. Gesucht, gefunden und geshootet 😉 Mit vielen Kilometern in den Beinen und einem (fast) leeren Magen, wollten wir endlich unsere erste „Deep-Dish-Pizza“ probieren. Doch auf dem Weg dorthin ist uns noch ein Fire-Department dazwischengekommen. Die Berufs Feuerwehrler waren sehr zuvorkommend uns ließen uns sogar in einiger  ihrer Autos sitzen und gefühlt alle Knöpfe einmal drücken:)

Der knurrende Magen brachte uns schließlich endlich zu Giordano`s Pizza. Dort aßen wir unsere erste deep dish pizza. Eigentlich ist es wie eine Quiche, die bis knapp unter den Rand mit Käse gefüllt ist. Obendrauf kommt nur noch ein wenig Tomatensoße und eben das, was man als Belag haben möchte. Ich kann dazu nur sagen: Richtig lecker!

Anschließend waren wir auf einem Outdoor-Konzert im Milleniumpark. Nach einem anstrengenden ersten Tag in Chicago sind wir alle erschöpft in Bett gefallen.

Am zweiten Tag hat uns ein weiterer PPPler besucht, der liebe Klausi:) Wir versuchten, ihm in Windeseile alles zu zeigen, was wir bereits am Tag zuvor gesehen haben. Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Soldier Field Stadium, welches als Fußball und American Football Stadion dient. Nach einer langen Fotosession sind wir erstmal ein paar Stunden planlos durch Chicago geirrt.

Am Navi Peer angekommen wurden wir mit einem wunderschönen Feuerwerk überrascht. Anschließend fuhren wir ein paar Runden Rießenrad. Dieses bescherte uns einen wunderschönen Ausblick auf nächtliche Skyline von Chicago. Im Hotel angekommen, waren wie eigentlich immer ein paar Runden UNO angesagt, bevor wir uns ein wenig Schönheitsschlaf gönnten. Mit einem ins Zimmer geschmuggelten Klausi schliefen wir alle friedlich ein:)

Den letzten Tag verbrachten wir im Aquarium. Dort konnten wir allerlei Unterwassertiere bestaunen. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur Burger Bar, wo wir uns nochmal ordentlich vor unserer Zugfahrt stärken wollten. Die Betonung liegt auf WOLLTEN… Hannah ist der Burger leider nicht so gut bekommen, wohingegen mein Burger einer der Besten war, die ich je gegessen habe.

Nach vier Tagen Chicago und 75 Kilometern Fußmarsch durch die City später, sind wir gegen 22:30 Uhr wieder in St. Louis angekommen. Unser erster aufregender City Trip ging damit zu Ende und ich kann es kaum erwarten den nächsten zu planen…

See you soon;)

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